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Technischer Fortschritt: Fünf Gespräche, die die Zukunft der Elektrifizierung prägen

12. Dezember 2025 | Artikel

Von Automatisierung über Seltene Erden bis hin zu Antrieben der nächsten Generation – entdecken Sie die Experteneinblicke, die zeigen, wie unsere Branche eine stärker elektrifizierte Zukunft gestaltet.

In den Hallen der CWIEME Berlin 2025 war die Energie unübersehbar. Als Ingenieure, Innovatoren und Wirtschaftsführer sich persönlich trafen, geschah etwas Wesentliches: Echte Gespräche über die Zukunft der Fertigung, Materialien, Mobilität und Lieferketten standen im Mittelpunkt.

In Zusammenarbeit mit PTR traf sich Gastgeber Saqib Saeed, Chief Product Officer bei PTR Inc., mit fünf Branchenexperten, deren Arbeit alle Bereiche der Elektrifizierung abdeckt. Diese Gespräche zeigen einen Sektor, der sich nicht nur weiterentwickelt, sondern dies auch mit Klarheit, Zielstrebigkeit und einer gemeinsamen Überzeugung von der Zukunft tut.

Automatisierung als Katalysator: Marsilli über die Gestaltung der Zukunft der Fertigung

 


Im ersten Interview spricht Saqib mit Klaus Meywirth, Area Sales Manager bei Marsilli Deutschland GmbH, einem Unternehmen, das weltweit für seine Führungsrolle im Bereich Spulenwickel- und automatisierte Fertigungssysteme bekannt ist.

In ihrem Gespräch geht es um:

  • Marsillis langjährige Rolle an vorderster Front der Produktionstechnologie

  • Wie Nachhaltigkeitsverpflichtungen das Systemdesign und Investitionsentscheidungen beeinflussen

  • Die strategischen Entscheidungen, die Hersteller angesichts der zunehmenden Elektrifizierung treffen

Klaus hebt hervor, wie sich die Branche in Richtung einer intelligenteren, anpassungsfähigeren Automatisierung bewegt – Technologien, die die Effizienz steigern und gleichzeitig die Umweltbelastung reduzieren. Seine Überlegungen bringen eine zentrale Erkenntnis der diesjährigen Veranstaltung auf den Punkt: Bei Innovationen in der Fertigung geht es nicht mehr nur um Leistungssteigerungen. Es geht darum, Systeme zu entwickeln, die langfristige Widerstandsfähigkeit ermöglichen.

Biobasierte Materialien in großem Maßstab: Stora Enso über die Kommerzialisierung nachhaltiger Innovationen

Das zweite Gespräch dreht sich um Materialinnovationen. Saqib trifft sich mit Kirsi Seppäläinen, Vizepräsidentin für kommerzielle Planung und Produktmanagement bei Stora Enso, um zu besprechen, wie das Unternehmen biobasierte Lösungen für die Industrie vorantreibt.



Gemeinsam skizzieren sie:

  • Stora Ensos praktischer, fundierter Ansatz für die Bioökonomie

  • Die wirtschaftlichen Realitäten, die die Einführung erneuerbarer Materialien beeinflussen

  • Warum Branchenplattformen wie CWIEME für die Skalierung nachhaltiger Alternativen unerlässlich sind

Kirsis Klarheit sticht hervor. Sie erklärt, dass die Entwicklung eines neuen Materials nur der Anfang ist – die eigentliche Herausforderung besteht darin, es in die Mainstream-Fertigung zu integrieren, wo Kosten, Leistung und Lieferzuverlässigkeit aufeinander abgestimmt sein müssen. Ihre Sichtweise findet in verschiedenen Branchen, von der Energieversorgung bis zur Verpackungsindustrie, Anklang: Nachhaltigkeit erfordert sowohl Ehrgeiz als auch disziplinierte Umsetzung.

E-Mobilität am Wendepunkt: Skalierung von Innovationen mit IFP Energies nouvelles und MOV’NTEC

Im dritten Interview kommen Misa Milosavljevic, Leiterin des Innovationsprojekts bei IFP Energies nouvelles, und Vincent Mallard, F&E-Manager bei MOV’NTEC, zusammen, um einen tiefen Einblick in die sich wandelnde Landschaft der E-Mobilität zu geben.

Ihre Diskussion umfasst:

  • Die jüngsten Innovationen, die den Elektroantrieb neu gestalten

  • Wie Unternehmen von vielversprechenden Prototypen zur skalierbaren Produktion gelangen

  • Die sich schnell verändernden Erwartungen der Kunden entlang der gesamten Mobilitätswertschöpfungskette

Beide Gäste betonen dieselbe Herausforderung: Geschwindigkeit. Mit dem technologischen Fortschritt verkürzt sich das Zeitfenster zwischen Innovation und Markteinführung immer weiter. Die Skalierung erfordert präzise Technik, eine enge Abstimmung mit den Lieferanten und die Fähigkeit, Kundenbedürfnisse lange vor der Markteinführung neuer Systeme zu antizipieren.

 


Ihre Erkenntnisse spiegeln ein übergeordnetes Thema der diesjährigen CWIEME Berlin wider: Die Elektromobilität wird immer ausgereifter, und die Unternehmen, die sich an der Spitze positionieren können, sind diejenigen, die gleichzeitig innovativ sind und industrialisieren können.

Strategische Materialien für eine Welt im Wandel: Seltene Erden und die Zukunft der globalen Versorgung

 

 

In einem der mit Spannung erwarteten Gespräche trifft Saqib auf Nabeel Mancheri, Gründer und ehemaliger Generalsekretär der Rare Earth Industry Association (REIA) und Senior Advisor bei EIT RawMaterials. Gemeinsam befassen sie sich mit dem komplexen und wichtigen Thema Seltenerdmetalle, die für Magnete, Motoren, Batterien und moderne Elektronik unverzichtbar sind.

Ihre Diskussion befasst sich mit folgenden Themen:

  • Warum Seltene Erden die Grundlage für Elektromobilität, Netztechnologien und fortschrittliche Fertigung bilden

  • Das Spannungsfeld zwischen konzentrierten Lieferketten und der Notwendigkeit der Diversifizierung

  • Steigende Erwartungen an verantwortungsbewusste Beschaffung, Rückverfolgbarkeit und Kreislaufwirtschaft

  • Die politischen, investitionsbezogenen und partnerschaftlichen Signale, die in den nächsten zwei Jahren zu beobachten sind

Nabeels Perspektive ist sowohl fachkundig als auch pragmatisch. Er betont, dass die Sicherung stabiler, ethischer Lieferketten kein abstraktes geopolitisches Thema ist, sondern ein tägliches operatives Anliegen für Hersteller im Energie- und Mobilitätssektor. Seine Erkenntnisse verbinden Materialwissenschaft, Politik und globale Zusammenarbeit auf eine Weise, die die Vielschichtigkeit der bevorstehenden Herausforderungen widerspiegelt.

Innovationen im Antriebsstrang und die nächste Grenze der Mobilität

 


Das abschließende Gespräch führt uns zum Kern der zukünftigen Antriebstechnologien. Saqib spricht mit Dr. David Hind, Chefingenieur bei Drive System Design, dessen Arbeit sich auf EV-Antriebsstränge, Steuerungssysteme und hocheffiziente Antriebsarchitekturen erstreckt.

Sie packen aus:

  • Die größten technischen Herausforderungen bei EV-Systemen der nächsten Generation

  • Wie fortschrittliche Steuerungssoftware ein neues Maß an Zuverlässigkeit und Leistung ermöglicht

  • Die Rolle, die CWIEME beim Aufbau von Partnerschaften spielt, die Entwicklungszyklen beschleunigen

  • Die Technologien, die DSD verfolgt, um in einem zunehmend wettbewerbsorientierten Umfeld die Nase vorn zu behalten


Dr. Hind betont, dass die Antriebstechnik in mehreren Bereichen Fortschritte macht – Hardware, Software, Materialien und Systemarchitektur – und dass die schnellsten Fortschritte erzielt werden, wenn sich diese Disziplinen überschneiden. Sein Interview zeigt, warum die CWIEME Berlin ein so wichtiges Forum ist: Sie bringt diese Überschneidungen zum Leben.

Vernetztes Denken für eine elektrifiziertere Zukunft

Zusammengenommen vermitteln diese fünf Interviews eine einheitliche Botschaft. In den Bereichen Fertigung, Werkstoffe, Mobilität und Lieferketten entwickelt sich die Branche mit Zuversicht und Klarheit weiter. Die Herausforderungen sind groß – Erwartungen an die Nachhaltigkeit, Lieferdruck, Skalierungsanforderungen –, aber ebenso groß ist die kollektive Fähigkeit, sie zu bewältigen.

Die CWIEME Berlin bleibt der Ort, an dem diese Fähigkeiten zusammenkommen. Wo Automatisierungsspezialisten auf Werkstoffinnovatoren treffen. Wo Mobilitätsingenieure auf Magnetexperten treffen. Wo Politik und Produktentwicklung aufeinandertreffen.

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Veranstaltungsort

Messe Berlin, Eingang Süd, Messedamm 22, D-14055 Berlin, Deutschland

Die Öffnungszeiten

Dienstag, 19. Mai | 09:30 - 17:30

Mittwoch, 20. Mai | 09 :30 - 17:30

Donnerstag, 21. Mai | 09:30 - 16:00