Von der Automatisierung über Seltene Erden bis hin zu Antriebstechnologien der nächsten Generation: Entdecken Sie die Expertenmeinungen, die zeigen, wie unsere Branche eine stärker elektrifizierte Zukunft gestaltet.
In den Hallen der CWIEME Berlin 2025 war die Energie unübersehbar. Als Ingenieure, Innovatoren und Führungskräfte aus der Wirtschaft persönlich aufeinandertrafen, geschah etwas Entscheidendes: Echte Gespräche über die Zukunft der Fertigung, der Werkstoffe, der Mobilität und der Lieferketten standen im Mittelpunkt.
In Zusammenarbeit mit PTR traf sich Moderator Saqib Saeed, Chief Product Officer bei PTR Inc., mit fünf Branchenexperten, deren Arbeit jeden Bereich der Elektrifizierungslandschaft berührt. Diese Gespräche zeigen eine Branche, die sich nicht nur weiterentwickelt, sondern dies mit Klarheit, Zielstrebigkeit und einem gemeinsamen Glauben an die Zukunft tut.
Automatisierung als Katalysator: Marsilli über die Gestaltung der Zukunft der Fertigung
Im ersten Interview spricht Saqib mit Klaus Meywirth, Gebietsverkaufsleiter bei der Marsilli Deutschland GmbH, einem Unternehmen, das weltweit für seine führende Rolle im Bereich Spulenwicklungs- und automatisierte Fertigungssysteme bekannt ist.
In ihrem Gespräch geht es um:
-
Marsillis langjährige Rolle an vorderster Front der Produktionstechnologie
-
Wie Nachhaltigkeitsverpflichtungen die Systemgestaltung und Investitionsentscheidungen beeinflussen
-
Die strategischen Entscheidungen, die Hersteller angesichts der zunehmenden Elektrifizierung treffen
Klaus hebt hervor, wie sich die Branche in Richtung einer intelligenteren und anpassungsfähigeren Automatisierung bewegt – Technologien, die die Effizienz steigern und gleichzeitig die Umweltbelastung verringern. Seine Überlegungen bringen eine zentrale Erkenntnis der diesjährigen Veranstaltung auf den Punkt: Bei Innovationen in der Fertigung geht es nicht mehr nur um Leistungssteigerungen. Es geht darum, Systeme zu entwickeln, die langfristige Widerstandsfähigkeit ermöglichen.
Biobasierte Materialien in großem Maßstab: Stora Enso über die Kommerzialisierung nachhaltiger Innovationen
Im zweiten Gespräch geht es um Materialinnovationen. Saqib unterhält sich mit Kirsi Seppäläinen, Vizepräsidentin für Geschäftsplanung und Produktmanagement bei Stora Enso, darüber, wie das Unternehmen biobasierte Lösungen für die Industrie vorantreibt.
Gemeinsam skizzieren sie:
-
Stora Ensos praxisorientierter, bodenständiger Ansatz für die Bioökonomie
-
Die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, die die Einführung erneuerbarer Materialien beeinflussen
-
Warum Branchenplattformen wie die CWIEME für die Verbreitung nachhaltiger Alternativen unverzichtbar sind
Kirsis klare Sichtweise sticht hervor. Sie erklärt, dass die Entwicklung eines neuen Materials nur der Anfang ist – die eigentliche Herausforderung besteht darin, es in die Serienfertigung zu integrieren, wo Kosten, Leistung und Liefersicherheit aufeinander abgestimmt werden müssen. Ihre Sichtweise findet branchenübergreifend Anklang, von der Energiebranche bis zur Verpackungsindustrie: Nachhaltigkeit erfordert sowohl Ehrgeiz als auch disziplinierte Umsetzung.
E-Mobilität am Wendepunkt: Innovationsskalierung mit IFP Energies nouvelles und MOV’NTEC
Im dritten Interview kommen Misa Milosavljevic, Leiterin für Innovationsprojekte bei IFP Energies nouvelles, und Vincent Mallard, F&E-Manager bei MOV’NTEC, zusammen, um einen detaillierten Einblick in die sich wandelnde E-Mobilitätslandschaft zu geben.
In ihrem Gespräch geht es um folgende Themen:
-
Die jüngsten Innovationen, die den Elektroantrieb revolutionieren
-
Wie Unternehmen den Sprung von vielversprechenden Prototypen zur skalierbaren Produktion schaffen
-
Die sich rasch wandelnden Erwartungen der Kunden entlang der gesamten Mobilitätswertschöpfungskette
Beide Gäste heben dieselbe Herausforderung hervor: Geschwindigkeit. Mit dem technologischen Fortschritt verkürzt sich der Zeitraum zwischen Innovation und Markteinführung immer weiter. Die Skalierung erfordert präzises Engineering, eine enge Abstimmung mit den Lieferanten und die Fähigkeit, Kundenbedürfnisse lange vor der Markteinführung neuer Systeme zu antizipieren.
Ihre Erkenntnisse spiegeln ein übergeordnetes Thema der diesjährigen CWIEME Berlin wider: Die E-Mobilität erreicht Reife, und die Organisationen, die bereit sind, eine Führungsrolle zu übernehmen, sind jene, die gleichzeitig innovativ sein und ihre Produkte industrialisieren können.
Strategische Rohstoffe für eine Welt im Wandel: Seltene Erden und die Zukunft der weltweiten Versorgung
In einem der mit größter Spannung erwarteten Gespräche trifft Saqib auf Nabeel Mancheri, Gründer und ehemaliger Generalsekretär der Rare Earth Industry Association (REIA) sowie Senior Advisor bei EIT RawMaterials. Gemeinsam widmen sie sich dem komplexen und hochrelevanten Thema der Seltenerdmetalle – die für Magnete, Motoren, Batterien und moderne Elektronik unverzichtbar sind.
In ihrer Diskussion geht es um:
-
Warum Seltene Erden die Grundlage für Elektromobilität, Netztechnologien und fortschrittliche Fertigung bilden
-
Das Spannungsfeld zwischen konzentrierten Lieferketten und der Notwendigkeit der Diversifizierung
-
Steigende Erwartungen hinsichtlich verantwortungsbewusster Beschaffung, Rückverfolgbarkeit und Kreislaufwirtschaft
-
Die Signale in den Bereichen Politik, Investitionen und Partnerschaften, die man in den nächsten zwei Jahren im Auge behalten sollte
Nabeels Sichtweise ist sowohl fachkundig als auch pragmatisch. Er betont, dass die Sicherung stabiler, ethischer Lieferketten kein abstraktes geopolitisches Thema ist – sondern ein alltägliches betriebliches Anliegen für Hersteller in den Bereichen Energie und Mobilität. Seine Erkenntnisse verbinden Materialwissenschaft, Politik und globale Zusammenarbeit auf eine Weise, die den vielschichtigen Charakter der bevorstehenden Herausforderungen widerspiegelt.
Innovationen im Antriebsstrang und die nächste Stufe der Mobilität
Das abschließende Gespräch führt uns in den Kernbereich zukünftiger Antriebstechnologien. Saqib spricht mit Dr. David Hind, leitender Ingenieur bei Drive System Design, dessen Arbeitsgebiet sich über Antriebsstränge für Elektrofahrzeuge, Steuerungssysteme und hocheffiziente Antriebsarchitekturen erstreckt.
Sie packen aus:
-
Die größten technischen Herausforderungen bei Elektrofahrzeugsystemen der nächsten Generation
-
Wie moderne Steuerungssoftware ein neues Maß an Zuverlässigkeit und Leistung ermöglicht
-
Die Rolle, die die CWIEME bei der Schaffung von Partnerschaften spielt, die Entwicklungszyklen beschleunigen
-
Die Technologien, die DSD im Blick behält, um in einem zunehmend wettbewerbsintensiven Umfeld die Nase vorn zu behalten
Dr. Hind betont, dass die Antriebstechnik an mehreren Fronten Fortschritte macht – bei Hardware, Software, Werkstoffen und Systemarchitektur – und dass diese Fortschritte am schnellsten voranschreiten, wenn sich diese Disziplinen überschneiden. Sein Interview verdeutlicht, warum die CWIEME Berlin ein so entscheidender Treffpunkt ist: Sie lässt diese Schnittstellen lebendig werden.
Vernetztes Denken für eine stärker elektrifizierte Zukunft
Zusammengenommen vermitteln diese fünf Interviews eine einheitliche Botschaft. In den Bereichen Fertigung, Werkstoffe, Mobilität und Lieferketten entwickelt sich die Branche mit Zuversicht und Klarheit weiter. Die Herausforderungen sind groß – Erwartungen an Nachhaltigkeit, Lieferdruck, Skalierungsanforderungen –, aber ebenso groß ist die kollektive Fähigkeit, sie zu bewältigen.
Die CWIEME Berlin bleibt der Ort, an dem diese Fähigkeiten zusammenkommen. Wo Automatisierungsspezialisten auf Werkstoffinnovatoren treffen. Wo Mobilitätsingenieure auf Magnetik-Experten treffen. Wo Politik und Produktentwicklung aufeinandertreffen.
Ein Veranstaltungsort. Ein Netzwerk. Unendliche Verbindungen.



















