Einblicke in die Entwicklung der Elektrotechnik- und Spulenwicklungsbranche von John Morehead, Berater und Vorstandsmitglied der CWIEME.
Was hat Ihr Interesse an der Elektrotechnik bzw. der Spulenwicklungsbranche ursprünglich geweckt?
Mein Interesse an der Elektromotorenbranche wurde ursprünglich geweckt, als ich als Berater für internationale Lizenzierung und Technologietransfer tätig war und einige meiner Kunden OEMs waren, die Elektromotoren einsetzten oder Komponenten für die Bewegungssteuerung herstellten. Damals, Mitte der 1990er Jahre, suchten sie nach innovativer Motortechnologie, die ihren Anlagen Wettbewerbsvorteile verschaffen würde. Zu dieser Zeit standen bürstenlose Gleichstrommotoren und geschaltete Reluktanzmotoren sowie neue Steuerungen für drehzahlvariable Motoren im Hinblick auf neue Entwicklungen stark im Fokus.
Können Sie mir einen kurzen Überblick über Ihren beruflichen Werdegang in dieser Branche geben?
Die Elektromotorenbranche faszinierte mich aufgrund ihrer großen Vielfalt und Innovationskraft, und es ergab sich die Gelegenheit, bei einem Kunden aus der Elektromotorenbranche eine Vollzeitstelle zu übernehmen, in der ich für neue Motortechnologien verantwortlich bin.
Die folgenden 20 Jahre war ich in Führungspositionen bei US-amerikanischen und europäischen Herstellern von Elektromotoren, Getriebemotoren und Steuerungen tätig. Vor acht Jahren gründete ich meine eigene Beratungsfirma, die sich auf strategische Wachstumsinitiativen wie Lizenzierung, Joint Ventures, Fusionen und Übernahmen usw. für Hersteller von Elektromotoren und Motorsteuerungen spezialisiert hat.
Was hat Sie dazu bewogen, Mitglied des CWIEME-Beirats zu werden?
Von Anfang an habe ich viel Zeit in Produktionsstätten für Elektromotoren auf der ganzen Welt verbracht und die sich entwickelnden Trends in der Automatisierung sowie bei Motorkomponenten im Auge behalten, da diese für das Wachstum neuer Motortechnologien von entscheidender Bedeutung sind. Die CWIEME-Veranstaltungen waren der ideale Ort, um über die sich rasch entwickelnden neuesten Entwicklungen in der Motorindustrie auf dem Laufenden zu bleiben, und ich erkannte eine Synergie zwischen meiner Arbeit mit Kunden aus der Motorenindustrie und den Ausstellungen und Präsentationen auf der CWIEME. Ich habe die Gelegenheit begrüßt, an der Entwicklung der Vision der CWIEME und ihrer Beteiligung an der Branche mitzuwirken.
Worauf freust du dich bei der diesjährigen Veranstaltung am meisten?
Seit zehn Jahren ist die E-Mobilität das große Thema in der Elektromotorenbranche. Ob auf der Straße, in der Luft oder auf See – in all diesen Märkten finden innovative Entwicklungen statt, und die CWIEME bietet eine frühzeitige Gelegenheit, sich über Neuheiten und Neuerungen nicht nur bei den Komponenten, sondern auch bei den Fertigungstechniken sowie bei den neuen Motortechnologien selbst zu informieren.
Welche Technologie wird Ihrer Meinung nach in den nächsten zehn Jahren den größten Einfluss haben?
Ich persönlich glaube, dass Werkstoffe den größten Einfluss auf die Automobilindustrie haben werden. In der Vergangenheit verfügten die Automobilhersteller einfach nicht über die nötigen Forschungs- und Entwicklungsbudgets, um sich intensiv mit der Erforschung neuer Werkstoffe und deren Vorteilen für die Verbesserung von Motoren zu befassen. Viel zu lange kamen hauptsächlich Stahl und Kupfer zum Einsatz. Was jedoch in Zukunft eine große Rolle spielen wird, sind unter anderem neue und alternative magnetische Werkstoffe, weichmagnetische Verbundwerkstoffe, neue Legierungen sowie völlig neue Materialien für die 3D-Fertigung, die einen erheblichen Einfluss auf die Leistung, Haltbarkeit, Effizienz und Lebensdauer von Elektromotoren haben werden.
Wenn Sie mehr über die Zukunft der Spulenwicklungs- und Elektrotechnikbranche erfahren möchten, besuchen Sie die CWIEME Berlin 2025.
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Bild mit freundlicher Genehmigung vonMotion Mechatronics



















