PTR-Experten zeigen datengestützte Wege auf, um das Wachstum des Ladens von Elektrofahrzeugen zu beschleunigen, Infrastrukturdefizite zu schließen und eine nachhaltige elektrische Zukunft zu ermöglichen.
Da Europa seine ehrgeizigen Elektrifizierungsziele verfolgt, ist der Ausbau des Ladenetzes zu einer der größten Herausforderungen des Kontinents geworden. Im neuesten CWIEME-Webinar diskutierten die Branchenexperten Rafey Khan, Leiter der E-Mobilitätsforschung bei PTR, und Najd Nassereddin, stellvertretender Direktor für EMEA bei PTR, gemeinsam mit Alexandra Martins, Senior Content Manager bei CWIEME Berlin, über die Strategien, Technologien und Richtlinien, die die Zukunft der Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge in Europa prägen werden.
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Sehen Sie sich das komplette Webinar mit den neuesten Daten und Analysen von PTR zur Dynamik des europäischen EV-Marktes und zu Infrastrukturstrategien noch einmal an.
Greifen Sie auf die Folien der Sitzung zu, die zahlreiche Daten zu einzelnen Ländern, Prognosemodelle und Marktinformationen enthalten, die während des Webinars besprochen wurden.
Ein Markt in Bewegung: Elektroauto-Verkäufe erholen sich in ganz Europa
Nach einem verhaltenen Jahr 2024 hat sich der europäische Markt für Elektrofahrzeuge wieder erholt. Laut PTR Research stieg der Absatz von batterieelektrischen Fahrzeugen (BEV) um 25 %, während der Absatz von Plug-in-Hybrid-Elektrofahrzeugen (PHEV) im Jahr 2025 um 32 % zulegte.
Dieses Wachstum wird durch eine starke Erholung der nationalen Märkte in Ländern wie Großbritannien, Deutschland, Spanien, Österreich und Polen angetrieben, wobei letzteres einen bemerkenswerten Anstieg der BEV-Verkäufe um 106 % gegenüber dem Vorjahr verzeichnete.
Regierungen in ganz Europa unterstützen diese Dynamik mit neuen Zielen und Anreizen:
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Großbritannien: 300 .000 Ladestationen bis 2030; 650 Millionen Pfund an Fördermitteln für Elektrofahrzeuge; 80 % der Neuwagenverkäufe sollen bis 2030 emissionsfrei sein.
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Frankreich: 370 Millionen Euro Subventionen für Elektrofahrzeuge; 520 Millionen Euro durch das Advenir-Programm.
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Deutschland: 3 Milliarden Euro Verbraucherhilfepaket und Steuererleichterungen zur Förderung der Elektrifizierung der Fahrzeugflotte.
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Nordische Länder: Norwegen führt mit einem Anteil von 89 % an Elektrofahrzeugen bei den Neuwagenverkäufen; andere nordische Länder streben bis 2030 eine deutliche Ausweitung der Elektrofahrzeugflotte an.
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Italien: 597 Millionen Euro Förderpaket zum Ersatz von Verbrennungsmotoren und zum Ausbau der Ladeinfrastruktur.
Diese politischen Verpflichtungen signalisieren ein einheitliches europäisches Ziel: Elektromobilität soll nicht nur eine Nische bleiben, sondern zur Norm werden.
Die Lücke schließen: Europas Ladeinfrastruktur im Jahr 2025
Im Gegensatz zum Rückgang der EV-Verkäufe im letzten Jahr verzeichnete die öffentliche Ladeinfrastruktur ein konstantes zweistelliges Wachstum. Zwischen 2023 und 2024 stieg die Zahl der Installationen um 25 %, für 2025 wird ein weiterer Anstieg um 18 % prognostiziert. Bis Ende dieses Jahres wird Europa voraussichtlich über rund 1,4 Millionen öffentliche Ladepunkte verfügen, die 18 Millionen EVs versorgen.
Dennoch bleibt die Verbreitung ungleichmäßig:
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Fünf Länder (Deutschland, Frankreich, die Niederlande, Belgien und Großbritannien) machen 2024 über 60 % des Umsatzes mit öffentlichen Ladestationen in Europa aus.
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In städtischen Gebieten überwiegen die Installationen, während ländliche Gebiete und grenzüberschreitende Korridore unterversorgt bleiben.
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Die Niederlande haben 31 Mal mehr Ladestationen als Rumänien, obwohl sie sechs Mal kleiner sind.
Um diese Ungleichgewichte zu beseitigen, schreibt die Verordnung über die Infrastruktur für alternative Kraftstoffe (AFIR) nun vor, dass entlang des TEN-V-Netzes alle 60 km Ladestationen eingerichtet werden müssen und dass Ladegeräte über intelligente Konnektivität, Preistransparenz und offenen Datenzugang für Nutzer verfügen müssen.
Wichtige Herausforderungen, die es zu bewältigen gilt
Während des Webinars hoben die Experten von PTR die dringendsten Hindernisse für die Erreichung der europäischen Ladeziele für 2030 hervor:
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Uneinheitlicher Einsatz von Ladegeräten und fragmentierte nationale Anreize
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Lange Genehmigungsfristen (in vielen Regionen 12–18 Monate)
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Kapitaldruck und eingeschränkter Zugang zu Finanzmitteln für kleinere Ladestationsbetreiber (CPOs)
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Netzbeschränkungen und langsame Integration erneuerbarer Energien
Wenn diese Engpässe nicht gelöst werden, könnten sie die Erreichung der europäischen Emissions- und Infrastrukturziele für 2030 verzögern. Mit den richtigen Strategien – von denen einige bereits Gestalt annehmen – lassen sich diese Herausforderungen jedoch in Chancen verwandeln.
Erfolgreiche Strategien für den Ausbau der Infrastruktur
Die Analyse von PTR zeigt, wie bestimmte europäische Märkte und private Betreiber Maßstäbe für den Erfolg setzen:
1. Gezielter, datengesteuerter Einsatz
Städte wie Stockholm nutzen planungsorientierte Modelle, um Standorte mit hohem Potenzial für Ladestationen zu identifizieren und so eine maximale Auslastung zu gewährleisten. In ähnlicher Weise haben führende CPOs wie Fastned durch sorgfältige Standortauswahl und strategische Korridorplanung ihre Einnahmen um über 44 % gesteigert.
2. Öffentlich-private Partnerschaften
Von der Regierung unterstützte Programme wie das deutsche Deutschlandnetz erschließen private Investitionen und beschleunigen die großflächige Einführung.
3. Integration erneuerbarer Energien
CPOs wie IONITY koppeln ihre Hochleistungs-Ladezentren mit vor Ort erzeugter erneuerbarer Energie oder Verträgen für grüne Energie, wodurch die Abhängigkeit vom Stromnetz verringert und die Nachhaltigkeit verbessert wird.
4. Vereinfachte Genehmigungsverfahren
Die Einführung eines „One-Stop-Shop”-Genehmigungssystems und standardisierter Designvorlagen könnte die Bereitstellungszeiten und -kosten drastisch senken – insbesondere für Hochleistungs-Gleichstromanlagen.
5. Innovative Finanzierungsmodelle
Von grünen Krediten über die EIB bis hin zu AFIF-Zuschüssen der EU sowie Anleiheemissionen privater Betreiber – kreative Finanzierungsmechanismen erweitern den Zugang zu Kapital für Ladeinfrastrukturprojekte in ganz Europa.
Der Weg in die Zukunft: Intelligentes und nachhaltiges Skalieren
PTR prognostiziert, dass der europäische Markt für Elektrofahrzeuge und Ladestationen bis 2030 ein starkes zweistelliges Wachstum verzeichnen wird:
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Der Absatz von Elektrofahrzeugen wird voraussichtlich um 13 % pro Jahr steigen und 7,5 Millionen Fahrzeuge pro Jahr erreichen.
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Die Zahl der Ladestationen soll jährlich um 12 % steigen und bis 2030 mehr als 625.000 neue Einheiten pro Jahr erreichen.
Um diese Ziele zu erreichen, müssen sich die Branchenführer auf vier Prioritäten konzentrieren:
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Verbessern Sie die Erschwinglichkeit von Elektrofahrzeugen durch neue Modelle und gezielte Anreize.
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Ausgewogene regionale Bereitstellung, um Infrastrukturunterschiede zwischen Ost und West zu beseitigen.
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Beschleunigung nationaler und privater Investitionen in öffentliche Ladenetze.
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Integrieren Sie frühzeitig erneuerbare Energien und Smart-Grid-Technologien, um Wachstum zukunftssicher zu gestalten.
Während Europa auf saubere Mobilität umstellt, werden koordinierte Maßnahmen von Regierungen, Versorgungsunternehmen und privaten Betreibern das Tempo und den Erfolg dieser Transformation bestimmen.
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Der Call for Papers für die CWIEME Berlin 2026 ist jetzt offen!
Teilen Sie Ihr Fachwissen mit der globalen Gemeinschaft der Elektroindustrie und E-Mobilität.
Veranstaltungstermine: 19.–21. Mai 2026
Einreichungsfrist: 28. November 2025
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Über PTR Research
PTR ist ein strategischer Wachstumspartner für die Energiebranche und bietet Marktforschung, strategische Beratung, Content-Marketing und fortschrittliche Tools zur Datenautomatisierung. Das Fachwissen des Unternehmens reicht von Stromübertragungs- und -verteilungsanlagen über Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge bis hin zu HGÜ- und Grid-Edge-Technologien.
Über CWIEME Tech Talks
Die CWIEME Tech Talks bringen Vordenker der Branche zusammen, um über Innovationen zu diskutieren, die die Zukunft der Elektrifizierung prägen. Jede Sitzung bietet tiefe Einblicke in die Technologien, Richtlinien und Trends, die den Fortschritt in der europäischen Elektro- und Mobilitätsbranche vorantreiben.




















