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Deutschlands Elektrifizierungskorridor: Fünf Städte treiben Europas klimaneutrale Zukunft voran

27. November 2025 | Artikel

Entdecken Sie, wie Nürnberg, Dresden, Stuttgart, Frankfurt und Berlin durch Innovationen in den Bereichen Transformatoren, Halbleiter und nachhaltige Energiesysteme die Elektrifizierung Europas vorantreiben.

Die Elektrifizierung Europas ist für die Erreichung der Netto-Null-Emissionen von zentraler Bedeutung. Sie erfordert die Zusammenarbeit verschiedener Branchen und entlang der gesamten Lieferkette. Deutschland spielt mit seiner strategisch günstigen Lage, seiner industriellen Stärke und seiner zukunftsorientierten Politik eine entscheidende Rolle bei der Vorantreibung dieses Wandels. Nicola Acampora, Head of Growth bei der Hyve Group – Veranstalter der CWIEME Berlin – skizziert den deutschen Elektrifizierungskorridor und stellt fünf Städte vor, die die Zukunft der europäischen Energielandschaft prägen werden.

Elektrifizierung als Industriestrategie

Eine erfolgreiche Elektrifizierung bedeutet nicht nur die Abkehr von fossilen Brennstoffen. Sie bedeutet auch, Systeme neu zu konzipieren, um der wachsenden Nachfrage durch elektrifizierten Verkehr, Cloud-native Branchen und mit erneuerbaren Energien betriebene Stromnetze gerecht zu werden. In ganz Deutschland entwerfen, bauen und skalieren Cluster von Industrie- und Forschungsexzellenz die Hardware, die die Elektrifizierung antreibt – von Leistungstransformatoren und Traktionsmotoren bis hin zu Halbleitern und Stromversorgungssystemen für Rechenzentren.

Investoren, politische Entscheidungsträger und Kunden blicken über die Komponenten hinaus auf die Ökosysteme, die Innovation, lokale Produktion und Netzstabilität ermöglichen.

Nürnberg: Mit innovativen Transformatoren das Stromnetz stärken

Nürnberg hat sich zu einem Kraftzentrum für Netz-Elektrotechnik entwickelt, insbesondere für Transformatoren und Hochspannungsinfrastruktur. Das Werk von Siemens Energy in Nürnberg, einer der wichtigsten Transformatorenstandorte Europas, erweitert 2025 seine Kapazitäten, um die Nachfrage von Übertragungsnetzbetreibern und Projekten zur Integration erneuerbarer Energien zu bedienen.

Angesichts der mehrjährigen Vorlaufzeiten für Transformatoren in ganz Europa unterstützt das industrielle Ökosystem Nürnbergs die heimische Produktion und verringert die Abhängigkeit von Importen. Dies stärkt die Fähigkeit Europas, Netzinvestitionsprogramme termingerecht umzusetzen.

Dresden: Der Halbleiter-Motor Europas

Im Herzen von Silicon Saxony ist Dresden europäischer Spitzenreiter in der Halbleiterproduktion und digitalen Autonomie. Als Standort von GlobalFoundries, Infineon und dem neuen, von TSMC unterstützten Joint Venture ESMC ist es die einzige Region in Europa mit einer solchen Konzentration an fortschrittlicher Chipfertigung.

Halbleiter sind die Grundlage für jeden Schritt auf dem Weg zur Elektrifizierung – von der automatisierten Fertigung bis zur Integration in intelligente Stromnetze. Mit Unterstützung durch den EU-Chips-Act und Investitionen der deutschen Bundesregierung liefert Dresden Halbleiter in großen Stückzahlen, um die Widerstandsfähigkeit und globale Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Hersteller zu sichern.

Stuttgart: Vorreiter beim Wandel zur Elektromobilität

Stuttgarts Automobil-Tradition – mit Namen wie Mercedes-Benz Group, Porsche und Mahle – definiert derzeit die Technologie für elektrische Antriebe neu. Die Tier-1-Zulieferer der Region entwickeln sich von Verbrennungssystemen hin zu elektrischen Antrieben, Batterieintegration und Innovationen im Bereich Wechselrichter.

Elektromobilität symbolisiert die allgemeine Elektrifizierungsbewegung, die sich von Fahrzeugen über Windkraftanlagen bis hin zu Industrierobotern und HLK-Systemen erstreckt. Stuttgarts Innovationspipeline treibt weiterhin die Entwicklung von Elektromotorentechnologien voran, die Europas saubere Transport- und Fertigungssektoren antreiben.

Frankfurt: Das Kraftzentrum für Rechenzentren

Frankfurt hat sich zu einem der führenden Rechenzentrumsstandorte Europas entwickelt und ist Teil der FLAP-Märkte (Frankfurt-London-Amsterdam-Paris). Laut CBRE steigt die Nachfrage nach Rechenzentrumsflächen in Frankfurt aufgrund der zunehmenden AI-Workloads und des Wachstums der Cloud-Infrastruktur stark an.

Diese Expansion führt zu einem Anstieg des Strombedarfs. Rechenzentren sind zu Stromverbrauchern im Netzmaßstab geworden, die zuverlässige, hochwertige Energieanschlüsse benötigen. Ihre Gestaltung und ihr Standort haben direkten Einfluss auf die Modernisierung des Stromnetzes und den Einsatz erneuerbarer Energien in ganz Europa.

Berlin: Forschung, Innovation und Zusammenarbeit in großem Maßstab

Berlin verbindet angewandte Forschung mit industrieller Umsetzung und schließt damit die Lücke zwischen wissenschaftlichen Entdeckungen und kommerziellen Anwendungen. Einrichtungen wie das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB) leisten Pionierarbeit bei der Entwicklung von Tandem-Photovoltaikzellen, deren Umwandlungswirkungsgrad über die aktuellen globalen Benchmarks hinausgeht.

Da Europa bestrebt ist, die Energieproduktion fossiler Brennstoffe zu erreichen und zu übertreffen, sind forschungsorientierte Städte wie Berlin für die Entwicklung skalierbarer Lösungen von entscheidender Bedeutung. Die interdisziplinären Netzwerke der Stadt machen sie zu einem Zentrum für paneuropäische Elektrifizierungsprojekte und kollaborative Innovation.

CWIEME Berlin: Wo Kraft auf Fortschritt trifft

Als weltweit größte Fachmesse für Spulenwicklungen und Elektrotechnik bringt die CWIEME Berlin Spezialisten aus allen Bereichen der Elektrifizierungs-Wertschöpfungskette zusammen. Von Rohstofflieferanten über Komponentenentwickler bis hin zu Netzbetreibern – hier trifft Energie auf Fortschritt. 

Mit ihrem Standort in der deutschen Hauptstadt fördert die CWIEME Berlin die Zusammenarbeit und den Wissensaustausch, um die Elektrifizierung Europas voranzutreiben. Sie ist nach wie vor der Treffpunkt für Innovatoren, die die Zukunft der Energiesysteme, der Elektromobilität und der Stromverteilung gestalten.

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Veranstaltungsort

Messe Berlin, Eingang Süd, Messedamm 22, D-14055 Berlin, Deutschland

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Dienstag, 19. Mai | 09:30 - 17:30

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Donnerstag, 21. Mai | 09:30 - 16:00