Marcel spricht über seine Erkenntnisse zur Dekarbonisierung des Stromnetzes, die Kraft der Zusammenarbeit und darüber, warum die Energiewende heute dringender denn je ist.
Was interessiert Sie am meisten an der Elektrotechnikbranche?
Für mich ist dieser Bereich besonders spannend, da wir in eine Phase eingetreten sind, in der die Energiewende richtig in Schwung kommt. Alle Diskussionen und Planungen seit den 2010er Jahren werden nun Realität. Die Zukunft sieht vielversprechend aus, angetrieben durch den Ausbau der Stromnetze, erneuerbare Energien und Rechenzentren – all dies steigert die Nachfrage nach Transformatoren und damit auch nach unserem kornorientierten Elektrostahl.
Können Sie mir einen kurzen Überblick über Ihre Tätigkeit in der Branche geben?
Ich bin nun seit 25 Jahren in der globalen Stahlindustrie tätig, davon 12 Jahre speziell im Bereich Elektrostahl. Ich glaube daran, unseren Kunden zuzuhören und Lösungen zu entwickeln, die ihren tatsächlichen Bedürfnissen entsprechen.
Meine oberste Priorität ist es heute, die Elektrizitätswirtschaft über Möglichkeiten zur Dekarbonisierung des Stromnetzes zu informieren und Allianzen zwischen Rohstofflieferanten, Transformatorenherstellern und Energieversorgern zu schmieden.
Was hat Sie dazu bewogen, Mitglied des Beirats oder Referent der CWIEME Berlin zu werden?
Die CWIEME Berlin war schon immer ein hervorragender Ort, um Kunden und Interessengruppen zu treffen. Aber über das traditionelle Networking hinaus glauben wir, dass Zusammenarbeit unerlässlich ist – insbesondere wenn es um die Dekarbonisierung des Stromsektors geht. Um dies zu erreichen, müssen wir unsere Reichweite vergrößern, weshalb wir motiviert waren, eine aktivere Rolle als Referent auf der Veranstaltung zu übernehmen.
In diesem Jahr werde ich über die Schaffung des weltweit ersten Leitmarktes für CO2-reduzierten Stahl in einem für das Publikum der CWIEME sehr relevanten Sektor berichten: bei Leistungstransformatoren im Übertragungsnetz.
Worauf freuen Sie sich bei der diesjährigen Veranstaltung am meisten?
Wir erwarten wie immer eine große Anzahl von Kunden aus aller Welt. Ich freue mich aber besonders darauf, nicht nur mit unseren Kunden, sondern auch mit deren Kunden – den Endnutzern von Transformatoren und Motoren – in Kontakt zu treten. Das ist eine großartige Gelegenheit, die Zusammenarbeit voranzutreiben. Nach meinem Vortrag bin ich gespannt auf die Reaktionen des Publikums und darauf, durch diese Interaktionen neue Kontakte zu knüpfen.
Welche Technologie wird Ihrer Meinung nach in den nächsten zehn Jahren den größten Einfluss haben?
Wenn wir speziell über Elektrostahl sprechen, dann dreht sich alles um die Reduzierung von Energieverlusten. Aber ich glaube tatsächlich, dass der größte Treiber unserer Branche in den kommenden Jahren nicht technologischer Natur sein wird, sondern die Zusammenarbeit und das Lernen, wie wir – gemeinsam – entlang der Wertschöpfungskette wachsen können. Die Schlüsselwörter lauten Zusammenarbeit, Dekarbonisierung und Resilienz.
Um weitere Experten zu treffen und wichtige Kontakte in den Bereichen Elektrotechnik und Spulenwicklung zu knüpfen, besuchen Sie die CWIEME Berlin.
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Bildnachweis: thyssenkrupp Electrical Steel



















