Die weltweite Nachfrage nach Transformatoren steigt rasant an, die Lieferketten stehen unter Druck, und die Hersteller haben die seltene Gelegenheit, sich Marktanteile zu sichern – ein Thema, das auf der CWIEME Berlin live weiter diskutiert wird.
Die weltweite Elektroindustrie erlebt derzeit einen Nachfrageanstieg, wie er seit einer Generation nicht mehr zu beobachten war.
Die Integration erneuerbarer Energien, das Wachstum des Marktes für Elektrofahrzeuge, der Ausbau von Rechenzentren und jahrelange Unterinvestitionen in die Netzinfrastruktur haben zusammen einen beispiellosen Druck auf den Transformatorenmarkt und den gesamten Energiesektor ausgeübt.
Im Zentrum dieser Spannungen steht ein strukturelles Paradoxon. Die weltweite Kapazität der Tier-1-OEMs reicht technisch gesehen aus, um die Nachfrage zu decken, doch die Produktion hinkt den Bestellungen weiterhin hinterher. Die Lieferzeiten für Leistungstransformatoren haben sich in vielen Märkten auf über 30 Monate verlängert. In Teilen Europas betragen die Lieferfristen für große Einheiten mittlerweile vier bis fünf Jahre. Der Auftragsrückstand ist real und kostet Energieversorger, EPCs und Industriebetreiber sowohl Zeit als auch Kapital.
Dies ist nicht einfach nur ein Kapazitätsproblem der Tier-1-Lieferanten. Es ist ein Problem der Tiefe der Wertschöpfungskette. Und genau hier können Tier-2-Zulieferer ihre Rolle neu definieren.
Auf der CWIEME Berlin 2026, dem globalen Treffpunkt für Innovatoren aus den Bereichen Transformatoren, Motoren, Netzbetreiber, Verteilung und E-Mobilität, werden diese Realitäten der Lieferkette im Mittelpunkt stehen.
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TICKET KAUFENDer weltweite Engpass: Was die Daten zum Transformatorenmarkt zeigen
Laut einer Studie von PTR Inc. wird die weltweite Nachfrage nach Leistungstransformatoren zwischen 2024 und 2027 voraussichtlich mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von 6,3 % steigen und von 1,98 Millionen MVA auf etwa 2,38 Millionen MVA anwachsen.
Auf dem Papier liegt die weltweite Produktionskapazität der Erstausrüster bei rund 3,25 Millionen MVA. Dennoch bleibt die tatsächliche Produktion aufgrund folgender Faktoren weiterhin um etwa 2 % hinter der Nachfrage zurück:
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Fertigungsengpässe
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Rohstoffknappheit
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Fachkräftemangel
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Prüfung von Kapazitätsengpässen
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Logistische Reibungsverluste
Die Hersteller haben Kapazitätsausbaupläne im Umfang von 828,9 Millionen US-Dollar angekündigt, wobei 67 % dieser Summe auf die USA entfallen. Die Realisierung neuer Kapazitäten dauert jedoch Jahre, und eine Ausweitung der Produktion der Tier-1-Zulieferer allein wird die Versorgungsengpässe bei Elektroblech, Kupfer, Isoliermaterialien und kritischen Transformatorenkomponenten nicht beheben.
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Im Jahr 2025 gehörte die Dynamik von Angebot und Nachfrage auf dem Transformatorenmarkt zu den meistbesuchten Veranstaltungen auf der CWIEME Berlin. Im Jahr 2026 werden die Diskussionen noch weiter gehen und sich auf die Verkürzung von Lieferzeiten, die Materialversorgungssicherheit, die Automatisierung der Wicklung sowie die Minderung von Lieferrisiken konzentrieren.
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TICKET KAUFENAPAC: Der Produktionsmotor unter Druck
Auf den asiatisch-pazifischen Raum entfallen etwa 40 % des globalen Transformatorenmarktes.
Die kumulierte Nachfrage der Region zwischen 2024 und 2027 wird auf 5,5 Millionen MVA geschätzt. Gleichzeitig wird prognostiziert, dass der globale Markt für Mittelspannungs-Verteiltransformatoren bis 2027 ein Volumen von 20 Milliarden US-Dollar erreichen wird, wobei der APAC-Raum mit einer durchschnittlichen jährlichen Wachstumsrate (CAGR) von über 6 % wachsen wird.
China und Indien dominieren die Nachfrage nach Verteiltransformatoren, während Südostasien durch die Elektrifizierung der Industrie, die Ladeinfrastruktur für Elektrofahrzeuge und die Integration erneuerbarer Energien wächst.
Für Tier-2-Zulieferer in den Bereichen verarbeitete Materialien, magnetische Werkstoffe, Wicklungssysteme, Isoliermaterialien und Qualitätsprüfgeräte ist dieses Wachstum nicht nebensächlich. Es wirkt sich direkt auf den Fabrikdurchsatz, die Qualität in großem Maßstab und standardisierte Plattformen aus.
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Die CWIEME Berlin deckt diese gesamte Wertschöpfungskette ab, von Rohstoffen und Zwischenprodukten bis hin zu Transformatorenkomponenten, Stromversorgungen sowie Prüf- und Messsystemen.
Indien: eine entscheidende Chance im Tier-2-Segment
Indien stellt eine der skalierbarsten Wachstumsmärkte der zweiten Ebene dar.
Angesichts eines Ziels von 500 GW erneuerbarer Energie bis 2030 und des laufenden groß angelegten Netzausbaus steigt die Nachfrage nach Transformatoren in allen Spannungssegmenten weiter an.
Eine Reihe unabhängiger Hersteller investiert in Automatisierung, Zertifizierungen und die Fähigkeit zur Versorgung höherer Spannungen. Für Beschaffungsleiter, deren Fokus auf der Diversifizierung der Lieferkette und der Materialversorgungssicherheit liegt, rückt Indien zunehmend in den Mittelpunkt der Diskussionen zur Lieferantenqualifizierung.
Auf der CWIEME Berlin 2026 werden Transformator-OEMs, Elektrostahl-Lieferanten, Leiterhersteller und Isolationsanbieter praktische Strategien für die Steigerung der Produktionsleistung ohne Einbußen bei der Zuverlässigkeit vorstellen.
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TICKET KAUFENChina und die allgemeine Tier-2-Landschaft im asiatisch-pazifischen Raum
Chinas Produktionsstandort für Tier-2-Transformatoren operiert in außergewöhnlichem Umfang und umfasst rund 30 große Hersteller von Leistungstransformatoren.
Gleichzeitig veranlassen geopolitische Risiken in der Lieferkette und Strategien zur Rückverlagerung der Produktion globale Einkäufer dazu, alternative Lieferanten in Indien, Vietnam und Thailand zu prüfen.
Für Tier-2-Hersteller in den Bereichen magnetische Werkstoffe, Permanentmagnete, Wickeltechnik und Transformatorenzubehör ist der Wandel offensichtlich. Die Chance liegt darin, von einer rein transaktionalen Belieferung zu einer frühzeitigen Einbindung der Lieferanten in die Spezifikation und gemeinsame Entwicklung überzugehen.
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Die CWIEME Berlin schafft diese Schnittstelle.
Allein im Jahr 2025 kamen in Berlin mehr als 5.800 Besucher und über 490 Aussteller zusammen. 83 % der Teilnehmer aus den Bereichen Technik, Beschaffung und Forschung und Entwicklung waren an Kaufentscheidungen beteiligt, und 74 % waren dabei, Komponenten, Rohstoffe oder Prozessmaschinen innerhalb der nächsten 12 Monate aktiv zu prüfen oder zu erwerben.
Hier werden Gespräche mit Lieferanten zu Aufträgen.
Vier strategische Schritte, die Führungskräfte von Mitläufern unterscheiden
1. Spezialisierung statt Massenware
Wachstumsstarke Segmente wie Transformatoren mit amorphen Kernen, gießharzgekapselte Trockentransformatoren, HVDC-kompatible Komponenten und Smart-Transformer-Plattformen erfordern fundiertes technisches Know-how.
Durch Spezialisierung können Lieferanten den Preiswettbewerb hinter sich lassen und langfristige Spezifikationsgespräche führen.
2. Wechsel von der reinen Lieferung zur gemeinsamen Entwicklung
OEMs verlangen zunehmend eine frühzeitige Einbindung der Lieferanten in die Bereiche Design for Manufacture, Isolationssysteme, Automatisierung der Spulenwicklung und thermische Modellierung.
Die Einbindung in F&E-Diskussionen reduziert Lieferrisiken und stärkt den Margenschutz.
3. Zertifizierung für zukünftige Märkte
IEC-Konformität, ISO 50001, RoHS, REACH und CO2-Rückverfolgbarkeit sind mittlerweile grundlegende Erwartungen in vielen europäischen Lieferketten.
Wer jetzt handelt, ist gut positioniert, wenn sich die Konsolidierung im Beschaffungswesen ab 2027 weiter verstärkt.
4. Regionale Widerstandsfähigkeit aufbauen
Eine Präsenz in mehreren Regionen im asiatisch-pazifischen Raum stärkt die Widerstandsfähigkeit der europäischen Lieferkette und mindert das Lieferrisiko.
Diese Themen stehen in direktem Zusammenhang mit der Ausweitung der CWIEME Berlin auf die Bereiche Übertragung und Verteilung, Netzinfrastruktur und Überwachungstechnologien.
Das Fenster ist geöffnet
Die Modernisierung des Stromnetzes, die Elektrifizierung des Verkehrs, die Integration erneuerbarer Energien und die Dekarbonisierung der Industrie sind strukturelle Triebkräfte.
Der Engpass bei der Transformatorenversorgung wird nicht von heute auf morgen verschwinden. Sobald sich die Kapazitäten jedoch stabilisieren, werden sich die Beschaffungsteams auf kompetente, zuverlässige Partner konzentrieren.
Für Tier-2-Hersteller stellen die nächsten fünf Jahre einen echten Wendepunkt dar.
Die CWIEME Berlin 2026, die weltweit größte Messe für Spulenwicklung und elektrische Fertigung, ist der Ort, an dem diese Partnerschaften entstehen. Hier kommt die gesamte Branche zusammen, um Produktionsengpässe zu beseitigen, die Liefertreue zu verbessern und die europäischen Lieferketten zu stärken.
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Autor
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Saifa Khalid
Leiter der Forschungsabteilung EMEAPAC bei PTR Inc.



















